Zur Ausbildungssituation: Corona-Hilfe für wen?
Geld sollten nur Firmen bekommen, die ausbilden. Nur so lässt sich die hohe Zahl von Menschen senken, die keinen Abschluss haben. Mein Gastbeitrag in der Frankfurter Rundschau.
Ich meine: Unverbindliche Ausbildungsboni verpuffen. Angeregt durch eine Vereinbarung in der Allianz für Aus- und Weiterbildung wurden durch die Bundesregierung erneut Ausbildungsprämien beschlossen. Schon heute zeichnet sich ab, dass diese Hilfen kaum abgerufen werden. Deutlich wird: Die Eingriffe der Politik müssen weitreichender und vor allem verbindlicher als in der Vergangenheit ausfallen. Ansagen statt Anreize sind unverzichtbar. Zielführend wäre eine verbindliche Ausbildungsgarantie. Es geht um ein Recht auf Ausbildung, auf das junge Menschen sich berufen und verlassen können.
Liebe Besucherinnen und Besucher, willkommen auf meiner Homepage. Ich freue mich über Ihr Interesse an meinen Beiträgen, Publikationen, Vorträgen und Gesprächsaufzeichnungen. Sie kreisen um die Themen Gewerkschaft, Wissenschaft und Politik. Viel Spaß beim Lesen. Ihr Hans-Jürgen Urban



Unter diesem Titel diskutierten am 1. Juli 2020 unter Moderation von Julia Kropf
Im Interview mit der »jungen welt« prognostiziere ich, dass die Lasten der Coronakrise auf die Beschäftigten abgewälzt werden sollen. Deshalb drohe eine »Phase beinharter Verteilungskämpfe«. Außerdem sehe ich die Gefahr, dass jetzt »diejenigen ihre Chance wittern, die die gesellschaftlichen Verhältnisse nach rechts verschieben wollen«. Ich plädiere ferner für eine „durchgreifende Demokratisierung der Ökonomie“. „Wo öffentliches Geld fließt, muss öffentliches Eigentum entstehen und öffentliche Einflussnahme folgen.“ Eine Lehre aus der Lufthansa-Subventionierung. 