Kategorie: Politik
Gegen eine reaktionäre
Politisierung des Fußballs
Mein Kommentar zur FIFA-Friedenspreisverleihung: »Die Vergabe des neuen FIFA-Friedenspreises an US-Präsident Donald Trump bei der WM-Gruppenauslosung hat die Debatte über den richtigen Umgang des Fußball-Weltverbands mit der Politik angeheizt. FIFA-Präsident Gianni Infantino bekam für die Huldigung Trumps bei der Show in Washington teils beißende Kritik« (Frankfurter Rundschau). Das Ganze ist mehr als deprimierend. Schon die Kommerzialisierung hat den Fußball in seiner Seele beschädigt. Diese Form der reaktionären Politisierung wird ihm einen weiteren Schaden zufügen, von dem er sich kaum wird erholen können! Hierüber berichtet die Frankfurter Rundschau.
»Horrorszenarien über einen Rentenkollaps entsprechen nicht der Wirklichkeit«
Gegenwärtig werden vielfach Horrorszenarien über einen Rentenkollaps verbreitet, die überhaupt nicht der Wirklichkeit entsprechen. Im RND-Interview warne ich vor einer Absenkung des Rentenniveaus. Aus meiner Sicht geht es vor allem darum, Lasten zugunsten der Arbeitgeber zu verschieben. Hier das Interview.
Arbeit – Klima – Transformation
In der Ausgabe 2025 der Reihe »Arbeitspolitik: Theorie, Praxis, Strategie« geht es um die Fragen, die im Zusammenhang mit der sozial-ökologischen Transformation stehen. Es geht um Probleme, die auftreten, wenn die Produktions- und Lebensweise der kapitalistischen Gegenwartsgesellschaften mit den Reproduktionserfordernissen der Natur in Übereinstimmung gebracht werden sollen, also um »nachhaltige Arbeit«. Im Mittelpunkt stehen die Herausforderungen für die Interessenvertretungspolitik von Betriebsräten und Gewerkschaften.
Ich konnte diese Publikation herausgeben. Sie wird ab September 2025 ausgeliefert. Bestellungen und weitere Informationen hier.
Eine gekürzte Fassung meines Einleitungsbeitrages ist unter dem Titel „Arbeit, Klima, Transformation – Arbeit an einem neuen Entwicklungsmodell“ in der Zeitschrift Sozialismus Heft 9/2025 erschienen. Hier.
Schutz von Arbeit, Natur und Beschäftigung – das kann, das muss zusammengehen!

Beim Aktionstag der IG Metall am 15. März 2025 sagte ich in meiner Rede in Frankfurt:
»Die De-Industrialisierung Deutschlands ist eine reale Gefahr. Die Wirtschaft stagniert, die Gesellschaft ist polarisiert. Klar ist: Die Politik hat nicht geliefert. Unsere Industrie der Zukunft muss ökologisch, sozial und demokratisch sein.
(…)
Die Transformation, die wir unterstützen, muss fair und solidarisch sein. Und schließlich: Was soll dieser Überbietungswettlauf bei den Rüstungsausgaben? Wer nur auf Waffen setzt, landet in der Sackgasse eines neuen Rüstungswettlaufs.«
Nicht nur in Frankfurt, auch in Stuttgart, Köln, Leipzig und Hannover demonstrierten am 15. März 2025 Zehntausende. Hier meine gesamte Rede.
»Es fehlen ökologische und soziale Aspekte«

Im Interview mit der Frankfurter Rundschau kommentiere ich die Pläne von Union und SPD, den Abbau von Jobs in der Industrie und den Aktionstag der IG Metall am 15. März 2025. Hier der Wortlaut.
Gegen rechts im Betrieb
Rechter Stimmungsmache muss man entgegentreten, sage ich im Interview mit dem Westdeutschen Rundfunk (WDR) und plädiere für mehr Demokratisierung in den Betrieben. Auf der Grundlage des von mir herausgegebenen Buchs »Gute Arbeit gegen Rechts« konnte ich im Interview mit Elif Senel ein Bild von der Lage in Industriebetrieben und in der Gesellschaft zeichnen. Mehr Mitbestimmung und eine Beteiligung, die den Beschäftigten die Erfahrung ihrer Selbstwirksamkeit ermöglicht, sind das Gebot der Stunde, sagte ich. Das gesamte Interview am 4. Februar 2025 um 11:05 Uhr im WDR5 ist hier zu hören.
Debatte über Arbeitspflicht im Bürgergeld
»zeigt moralische Verlotterung hierzulande«
Im RND-Interview fordere ich grundlegende Reformen im Sozialsystem ein. Die Debatte darüber, dass die Deutschen angeblich immer weniger arbeiten und häufiger krankfeiern, halte ich für unsinnig. Es zeigt vielmehr eine »moralische Verlotterung hierzulande«. Das komplette Interview hier.
Krisen, Krieg, Frieden
… und die Gewerkschaften
Beim bundesweiten Friedensratschlag am 1. Dezember 2024 in Kassel hielt ich einen Vortrag zu den friedenspolitischen Aufgaben der Gewerkschaften in einer Zeit vielfältiger Krisen. Meine Thesen unter der Überschrift: »Zeitenwende – in die richtige Richtung!« enthielten folgende Aspekte:
- Die kapitalistischen Demokratien sollten ihre militärische Überlegenheit und das »größere Friedenspotenzial« nutzen, um neue Abrüstungs-Initiativen zu starten
- Reaktivierung/Neuformulierung verbindlicher Abrüstungsabkommen und »reziproker Moratorien“
- Mittelfristiges Ziel: Zivile Konfliktregulierung durch ein neues Völkerrecht mit Sanktionsregeln und Überwachungen (neue »Sicherheits-Architektur«)
- Kampf gegen Militarisierung der westlichen Gesellschaften
- Öffentliche und parlamentarische Debatte über Entscheidungen, Ziele und Risiken von militärischen (Stationierungs-)Entscheidungen
- Kampf gegen globale soziale und ökologische Ungleichheiten – Kampagne für sozial und ökologisch nachhaltige Demokratie(n)ehe
Mein gesamter Vortrag ist hier zu sehen.
Zur Aktualität der Wirtschaftsdemokratie
Im Theorie-Podcast der Rosa-Luxemburg-Stiftung wird das Thema Wirtschaftsdemokratie auf der Basis der gleichnamigen Publikation von Fritz Naphtali diskutiert. Alex Demirović stellt die Publikation und das Leben von Naphtali vor. Naphtali fordert in seiner Schrift »Wirtschaftsdemokratie«, dass die parlamentarische Demokratie, die dem Bürgertum von der Arbeiterbewegung abgerungen wurde, unvollendet ist und durch Wirtschaftsdemokratie ergänzt werden muss. Im Gespräch mit mir (ab Minute 33:30) diskutieren wir die Aktualität dieses Konzepts und die Bedeutung für die Gewerkschaften. Hier zu hören.