Gewerkschaft → Sozialpolitik

(Januar 2017) Alterssicherung: auf dem Weg zu einem Strategiewechsel?

Gemeinsam mit Christoph Ehlscheid und Dirk Neumann gehe ich der Frage nach, ob sich in der Rentenpolitik der Großen Koalition ein Strategiewechsel vollzieht. Eine neue rentenpolitische Weichenstellung ist aus Sicht der IG Metall erforderlich. [mehr]

(30.12.2016) »Ein Rentenwahlkampf ist unvermeidlich«

Auf den Vorwurf der Kanzlerin, dass die Gewerkschaft mit ihren Warnungen vor Altersarmut den Rechtspopulismus schüre, kontere ich: Alle in der Politik, die begründete Ängste nicht aufgreifen, fördern vielmehr die Rechtspopulisten. Deshalb wird der Streit um die Rente im Bundestagswahlkampf eine zentrale Rolle spielen. Hier mein Interview dazu mit der Stuttgarter Zeitung im Wortlaut.

(21.10.2016) »Angela Merkel macht mich wütend«

In einem Interview, das unter anderem in der Berliner Zeitung und der Frankfurter Rundschau erschien, beklage ich die Verdrängung von Altersarmut, erkläre Riester für gescheitert und fordere eine radikale Rentenreform. Auf die Behauptung von Kanzlerin Merkel, die Gewerkschaften verbreiteten Horrorszenarien zur Altersarmut, sage ich, dass diese Bemerkung mich wütend mache. Im Wortlaut das Interview.

(05.10.2016) Starkes Votum für Parität bei den Krankenkassenbeiträgen

Nach der repräsentativen Umfrage im August 2016 von TNS Infratest Politikforschung im Auftrag der IG Metall halten es drei Viertel (75%) der befragten wahlberechtigten Bundesbürger für nicht gerechtfertigt, dass Arbeitnehmer einen höheren Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung zahlen als ihre Arbeitgeber. Fast neun von zehn Befragten (87%) plädierten zudem dafür, zum »Prinzip der paritätischen Finanzierung« zurückzukehren. Mein Kommentar: »Die Menschen haben ein sehr genaues Gespür für Gerechtigkeit. Das ist der Politik leider bei vielen Fragen abhandengekommen.« Deshalb kann die Antwort nur heißen: »Die ungerechten Zusatzbeiträge müssen weg und die hälftige Finanzierung muss wieder her!« [mehr]
Zu den Ergebnissen der Infratest-Umfrage [hier mehr].

(20.7.2016) Strategiewechsel in der Rentenpolitik erforderlich

Gemeinsam mit dem Vorsitzenden der IG Metall Jörg Hofmann forderte ich auf einer Pressekonferenz in Berlin einen Strategiewechsel in der Rentenpolitik. »Um das Ziel einer auskömmlichen Absicherung im Alter zur erreichen, muss im ersten Schritt der Sinkflug des Rentenniveaus gestoppt werden«, erklärte ich. Im nächsten Schritt soll die Rentenentwicklung wieder an die Lohn- und Gehaltsentwicklung angekoppelt werden und letztlich auch ein neues, höheres Sicherungsziel festgelegt werden. Die politische Fixierung auf die Stabilität der Beiträge ist überholt. »Für Beschäftigte mit Brüchen in der Erwerbsbiografie brauchen wir außerdem solidarische Maßnahmen, die Altersarmut verhindern, sowie die Aufwertung niedriger Einkommen, Beiträge bei Langzeitarbeitslosigkeit und Freibeträge in der Grundsicherung«, sagte ich. Einzelheiten des Rentenkonzeptes sind hier erläutert. [mehr]
Weitere Informationen auf der Seite der IG Metall.

(25.4.2016) »Die Riester-Rente ist eine Sackgasse«

Die Riester-Rente hat sich als Sackgasse der deutschen Sozialpolitik herausgestellt. »Wir brauchen eine grundsätzliche Kurskorrektur in der Rentenversicherung«, erkläre ich in einem Interview mit der »Welt«. Das Rentenniveau muss wieder angehoben werden – und zwar auf das Niveau vor den »Kürzungsreformen« der rot-grünen Regierung zum Beginn des Jahrtausends. Das gesamte Interview [hier]

(8.2.2016) »Die Ungerechtigkeit ist spürbar«

In einem Interview mit der Frankfurter Rundschau fordere ich die Rückkehr zur paritätischen Finanzierung der Krankenkassen, da es derzeit eine eklatante Gerechtigkeitslücke gibt. [mehr]

(19.6.2015) »Nicht auf halben Weg stehen bleiben«

Auf einer arbeits- und sozialpolitischen Konferenz mahne ich weitere Sozialreformen an. Zugleich kritisiere ich die Deregulierungsoffensive der Arbeitgeber. [mehr]

(November 2014) Flexibel im Alter: Der Rentner als Retter?

Mit einer »Flexi-Rente« soll das Arbeiten bis ins Unbegrenzte ermöglicht werden. Mit der Behauptung, dass nur der arbeitende Rentner uns vor der vermeintlichen demografischen Katastrophe retten kann, setze ich mich im November-Heft der »Blätter für deutsche und internationale Politik« auseinander. [mehr]

(Oktober 2014) Flexibler Ausstieg oder Arbeiten bis zum Ende?

Die rentenpolitische Debatte wird aktuell durch das Konzept einer »Flexi-Rente« geprägt. Mit dieser soll eine Weiterbeschäftigung von Arbeitnehmern über die Regelaltersgrenze hinaus erleichtert werden. Mit den problematischen Folgen eines solchen Konzepts setze ich mich gemeinsam mit Christoph Ehlscheid auseinander. Der Artikel ist als einer von vier Beiträgen im Rahmen des Titelthemas »Flexiblere Übergänge in die Rente: Wege zum besseren Altersausstieg« in Heft 7/2014 der »Sozialen Sicherheit – Zeitschrift für Arbeit und Soziales« erschienen. [mehr]

(17.7.2014) »Irgendwann muss Schluss sein dürfen«

Nach der Rente ab 63 soll jetzt die so genannte Flexi-Rente kommen. Dieser Plan setzt ältere Menschen unter Druck, schlechter bezahlt als »arbeitende Rentner« weiterzuarbeiten. Dies birgt die Gefahr, dass reguläre Stellen durch solche billigeren Jobs ersetzt werden. Die billigen Alten könnten dann die teuren Jungen verdrängen. In der »Zeit« setze ich mich mit diesen Plänen auseinander. [mehr]